Gefährdung
Legionellen - FocusNach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sterben alljährlich an der Legionärskrankheit etwa 1500 Menschen allein in Deutschland. Etwa zehnmal so viele werden infiziert. Die Legionellengefährdung für den Menschen resultiert aus dem Einatmen lungengängiger kontaminierter Aerosole, die entweder das sog. Pontiac-Fieber oder eine schwere Lungenentzündung verursachen.
«Wenn der behandelnde Arzt nicht die Möglichkeit einer Legionellose in Betracht zieht, dann wird der Patient fast immer falsch behandelt.» (Dr. Klaus-Dieter Zastrow, Chefarzt für Hygiene und Umweltmedizin am Humboldt-Krankenhaus in Reinickendorf). Das heißt, die Mediziner verabreichen ein Antibiotikum wie Penicillin, das zwar zahlreichen Lungenentzündungs-Erregern den Garaus macht, Legionellen aber nichts anhaben kann. Schlimmstenfalls endet eine derartige Fehlbehandlung tödlich. [...] Gegen die Erreger, die ausschließlich über feinen Wasserdampf, aber nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden, haben die Mediziner allerdings ein potentes Gegenmittel: das Antibiotikum Erythromycin.
